PANELS

 

Wie strukturiert Architektur eine Gesellschaft? Inwieweit greift Stadt in unseren Habitus ein? Was sind die Auswirkungen? 

Dachgeschoß. Parterre. Sardinenwohnung. Psychologie. 

Wo öffnen sich Räume zwischen Klasse_Gestaltung_

Organisation_Sichtbarkeit_Zugang_Austausch_Politik und Grenzen?  Bewegung, Transport und Zusammenleben formen neue Utopien und Dystopien der Stadtgesellschaft: Wir befassen uns mit dem Zusammenspiel von Architektur,

Mensch und Politik in den Großstädten des 21. Jahrhundert – vom globalen Umgang mit Fläche bis hin zur Räumöffnung

des einzelnen Individuums. 

 

_Gregorio Santamaria Lubroth (Tzou Lubroth Architekten) ist Architekt und lebt und arbeitet Wien. Nach seinem Master-Abschluss an der Yale University erhielt er 2000 ein Fulbright-Stipendium in der Türkei, Syrien und Zentralasien, um mittelalterliche Karawanenstopps zu studieren. _Nuria Nuri befasst sich mit der Frage wie Menschen durch Architektur verbunden werden können und die Stadt ihren Bewohner*innen Sichtbarkeit verleihen kann. _Carla Schwaderer plädiert für gerechten Zugang  zu öffentlichem Raum – mit der Schaffung neuer Begnegungsflächen entstehen Möglichkeiten des Austausch zwischen den individuellen, heterogenen Stadtbewohner*innen. 

_Felix Steinhoff (Team Wien) erhielt einen Master in Architektur von der Akademie der bildenden Künste Wien und ist  Mitglied des „Team Wien“, einer Initiative zur gemeinsamen Stadtentwicklung. In seiner 2017 präsentierten  Arbeit „Grenzgang“, befasst er sich mit dem Begriff der Grenze und der Gegenüberstellung von hoffnungsloser Realität und utopischer Architektur. Ausgangspunkt hierfür war die Schließung politischer Grenzen, die Menschen in ihrer Bewegung stoppten und zum Provisorium zwangen.



 

01_Zwischenraum_

Stadt:Mensch:Fläche

mit Gregorio Luborth (Tzou Lubroth Architekten),

Nuria Nuri, Carla Schwaderer (ICH BRAUCHE PLATZ!)

und Felix Steinhoff (Team Wien)

 

AUSSTELLUNG

Bengisu Bayrak.jpg

Die Werke von Bengisu Bayrak werden durch Malerei, fotografische Darstellungen und Installationen visualisiert und beinhalten kleine Geschichten innerhalb der gemeinsamen Wahrnehmung großer Erzählungen, die die Vielfalt der Existenzmittel ignorieren. Sie untersucht die Glaubwürdigkeit der vorhandenen Darstellungen, die in die offiziellen Erzählungen eingebettet sind, und findet ihre Themen in Ephemera und „unwichtigen“ Dokumenten sowie in Mainstream-Darstellungen der Massenmedien.

 

Bengisu Bayrak works are visualized through paintings, photographic representations, and installations, and are involve with little stories within the common perceptions of grand narratives that ignore the variety of means of existence. She investigates the credibility of the existing representations embedded in the official narratives and finds her subjects in ephemera and “unimportant” documents, as well mainstream representations in mass media.



 

western wonderland    I      2017

mixed media on paper

Pauline Debrichy.jpg

Sur la point de piedes   I   2019

Installation

Pauline Debrichys Installationen - oft temporär ortsspezifisch – basieren auf dem Konzept “Raum” in Bezug auf den Mensch. Aufgewachsen in Belgien und fasziniert von Urbanität, verwendet sie in ihrer Kunst Baumaterialien wie Metall, Beton, Holz und Licht. Ihre Skulpturen und Installationen vereinen rationale geometrische Formen der Moderne mit einem Ansatz von Poetik - welche sich aus der Fragilität und der Wirkung des Materials ergibt. Pauline Debrichy stammt aus Belgien und lebt und arbeitet in Wien.

 

Pauline Debrichys – often site specific – installations are based on the concept of space and reflect on the relation between people end their surroundings. As a belgian artist she is fascinated by the urban, she makes use of construction materials such as wood, concrete, metal or light. Her works combine the rational and geometrical esthetic of modernism with a poetical touch resulting from the fragility of the contruction or its look. Pauline Debrichy originates from Belgium and is living and working in Vienna.

03_Zwischenstopp_Dritter Raum:

Nicht-Ort:Relation 

Richard Bärnthaler (WU Wien), Mbatjiua Hambira (Stand 129),

weitere Redner*innen tba 

 

 

Gehen, ohne den Ort zu verfehlen?

Über die Kunst des Öffentlichen Raums. 

Geometrie.Kreuzungen.

Geschichte.Monumente.
Wo treten Menschen miteinander in Interaktion? Welche Räume stehen Familien, Freunden, Bekannten und einander Fremde zur Verfügung? Zu welchen Orten bauen wir gemeinsame Verbindungen auf, wo begegnen wir uns?  „So wie ein Ort durch Identität, Relation & Geschichte gekennzeichnet ist, so definiert ein Raum, der keine Identität besitzt und sich weder als rational noch als historisch bezeichnen lässt, einen Nicht-Ort.“- Wir sprechen über _Kommunikation_Zutritt _Anonymität und Zeit und wie diese gesellschaftliche Verhältnisse reflektieren, umkehren oder negieren können – vom dritten Raum für alle bis zum Nicht-Ort für niemanden. 

02_Zwischenkultur_

Kunst:Diskurs:Interkultur

mit  Nargol Gharahshir (Universität für angwandte Kunst),

Aneta Luberda (UaK) und Theresa Gregor

(Kunsttheraphie, Bühnenbild)

 

Lernen mit allen, lernen durch alle.

Verantwortung. Raum. Abgrenzung. Einladung.

Diskurs, mit allen? Wie öffnen, wann begrenzen wir uns?

Muss Kultur gelebter Diskurs sein und wie kann sich dieser

in der Kunst wiederfinden? Schafft Kunst Identität?

 

Sprache, Diversität und Interkulturelle Themen prägen immer mehr politische Diskussionen und gesellschaftliche Weichenstellungen. Aus der jungen Kunstszene sind diese Begriffe nicht mehr wegzudenken. In diesem Panel sprechen Expert*innen der Pädagogik und Kunst über die Freiheit der Identitätsfindung, die Unterstützung dieser in der/durch die Kunst sowie die folgen dessen. Und darüber wieso es wichtig

ist zu spielen.

_Nargol Gharahshir studiert Kunstpädagogik an der Universität

für angewandte Kunst Wien. Ihre Tätigkeit als Studienassistentin der Kunstdidaktik gestaltet ihren Lernprozess, indem sie sich intensiv mit Vermittlungsstrategien auseinandersetzt – ihr persönlicher Forschungsschwerpunkt liegt dabei in der Empathieförderung.

_Aneta Luberda lebt und arbeitet in Wien und setzt dabei ihren Forschungsschwerpunkt auf die Themen: Transparenz, Raum,

Synästhesien und Realität. Ihre künstlerische Arbeit folgt dem Gedanken des naturalistischen Sekundenstils. Filmisches, szenisches Empfinden durch- fochten mit individuellen Wahrnehmungswelten, hinterlegt von Einflüssen aus den Massenmedien ist ihr Kernmaterial


 

Hans Ostapenko.jpg

Doppelstabmattenzaun

2020

In seiner künstlerischen Tätigkeit beschäftigt sich

Hans Ostpaneko unter anderem mit dem Phänomen der territorialen Begrenzung als

Doppelstabmattenzaun. Zu finden ist diese Form sowohl in der idyllischen Wohnsiedlung als auch in Industriegebieten und entlang der Bahnanlagen der Bundesrepublik Deutschland, Österreich und der Nachbarländer. Seine Intention ist, diese strenge Struktur als Ausgang für seine künstlerische Praxis zu begreifen und daraus neue Formen entstehen zu lassen. Die Arbeiten werden im öffentlichen Raum erschaffen.
 

In his artistic praxis Hans Ostpaneko is engaged , among other things, with the phenomenon of territorial limitation as Double wire mesh fence. This form can be found in the idyllic residential area as well as in industrial areas and along the railway systems of the Federal Republic of Germany, Austria and the neighboring countries. His intention is to understand this strict structure as the starting point for his artistic practice and to let new forms arise from it. The works are created in public space.

Bedia Ekiz künstlerischer Praxis bemüht sich, eine selbstreflexive Geschichte zu schreiben, die von neuen Formen beeinflusst wird. Die Natur schreibt eine ganz neue Geschichte unter dem Einfluss des Menschen. Ob diese Geschichte ein gutes oder ein schlechtes Ende haben wird, ist nicht das Problem. Entscheidend ist die Zeit, die wir auf dem Weg dorthin verbringen. Je mehr sich das Leben von der Natur entfernt, desto mehr formt sich die Erde neu und von unten.

Ihre größte Inspiration ist es, sich die Teile ihres  Lang- und Kurzzeitgedächtnisses im gegenwärtigen Moment vorzustellen und ihnen Form zu geben. Ausgehend von ihrer  persönlichen Realität vermittelt ihre künstlerische Praxis einen neugierigen Prozess.

 

 

Nature writes a whole new story under the influence of humans. Whether this story will have a good or a bad ending is not the issue, what matters is the time we spend on the way there. The more life moves away from nature, the earth re-forms itself anew and from below. In her artistic practice, she am striving to write a self-reflective story that is influenced by these new forms. Her greatest inspiration is to imagine the bits and pieces of her long and short-term memory within the present moment and form them. Departing from her personal reality, her artistic practice conveys an inquisitive process.

Bedia Ekiz.jpg

The Game, 1994     I    2014 - 2019

Videoperformance

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Constance Hatice  Steininger

Ihre Herangehensweise variert im breiten Spektrum der Kunst. Constance Hatice Stein ist in Wien und Istanbul (sowie der weiteren Türkei) aufgewachsen. Mit ihrer Kunst versucht sie den Gedanken gerecht zu werden, dem Ausdruck an sich – und bezieht das Spiel mit ein. Wer setzt Grenzen?

Her approach to art varies across the broad spectrum of it. Constance Hatice Stein grew up in Vienna and different parts of Turkey. In her work, she tries to do justice to the thought itself, she refers to the essence of playing. Who sets limits?

 

Constance Steininger.jpg

come play with us   I   2019

Videoperformance

Atenas Denegri.jpg

Untitled    I      2020
Acryl and Wax on Plexiglas




Atenas Denegri verarbeitet in ihrer Kunst den Leer/Freiraum zwischen Ja und Nein. Die Anwendung unterschiedlicher Materialien und Techniken gleichen dabei einem Befreiungsschlag, der sich in der Reflektion des Selbst mit der Umwelt immer wieder neu erfindet. So begibt sie sich auf die Suche nach einem Abbild zwischen dem Faktischen und seinem emotionalen Gehalt. Der Raum des (Un-)Möglichen bleibt dabei das zentrale Thema, um den sie stetig neue Grenzen und Aufhebungen setzt.

In her art, Atenas Denegri processes the empty space between yes and no. The use of different materials and techniques resembles a liberation that reinvents itself again and again in the reflection of the self with the environment. She is in search of an image between the factual and its emotional content. The space of the (im-) possible remains the central theme, around which she constantly sets new boundaries and eliminations.



 

Eirini Tiniakou.jpg

Drei (from the table of equivalency)    I    2020



 

Deniz Beser.jpg

Eirini Tiniakou stammt aus Athen und lebt in Wien. Sie arbeitet mit Fotografie, Text und Kostümen. Ihr Interesse gilt der  Tradition & manuellen Arbeit in ländlichen und städtischen Umgebungen. Eirini verwendet Multifunktionalität sowohl in einer tatsächlichen als auch in einer metaphorischen Vorstellung. Die Objekte, die sie erschafft, befinden sich unvermeidlich in einer ständigen interrelationalen Suche. Zu diesem Zweck sind unerwartete oder kurzlebige Ereignisse ein wichtiger Bruchpunkt ihres kreativen Prozesses.

 

Eirini Tiniakou originates from Athens and is residing in Vienna. She practices photography, text, and costumes with an interest in tradition and manual work in the rural and urban environments. Eirini employs multi-functionality in both an actual and a metaphorical notion. The objects she creates are unavoidably in a constant interrelational quest. To that end events that are unexpected or ephemeral is an important breaking point to her creative process.







 

ISTVIE  I   2019
Acyrilic on Canvas

Deniz Besers praxis dreht sich um Medien wie Malerei, Zines, Kunstbuch, Musik, Video und ready-mades. In seinen Installationen kombiniert er oft die verschiedenen Kunstmedien. In seinen Arbeiten konzentriert er sich oft auf die absurden Figuren der Popkultur nach dem Internet, Internetphänomene und ihre Protagonisten sowie auf die Darstellung der verborgenen Helden des Alltags. Er ist engagiert in der internationalen Zine- und Kunstbuchszene und lebt und arbeitet in Wien und Istanbul.

Deniz Besers practice revolves around various mediums including painting, zine, art book, music, video, and ready-mades. In his installations, he often combines these different medium of art. In his works, he often focuses on the absurd figures of post-internet pop culture, internet phenomena and their protagonists, as well as portraying the hidden heroes of everyday life. He is highly involved with the international zine and art book scene and lives and works currently in Vienna and Istanbul.

 

Economy of Gaze - Distribution of Attention 

(Performative Image 4)    I   2019
Collage

Zarko Aleksic.jpg

Žarko Aleksić wurde am Allerseelen-Tag 1985 im heutigen Serbien in Knjaževac geboren. Seine postdisziplinäre künstlerische Praxis basiert auf der Untersuchung von Bewusstsein, mentaler Verarbeitung und KI in Bezug auf gesellschaftspolitische Fragen des kognitiven Kapitalismus.


Žarko Aleksić was born in Knjaževac on the All Souls' Day 1985 in today's Serbia. His postdisciplinary artistic practice is based on examination of consciousness, mental processing and AI, in relation to socio-political issues of cognitive capitalism.


 

 


 


01_Workshop von und mit Carla Schwaderer & Nuria Nuri

02_Führung mit Ulrike Steininger

WORKSHOPS&

FÜHRUNGEN

für Kinder & Jugendliche


 

Das Kinderprogramm der Ausstellung inBEtween bringt junge Köpfen an die Schnittstelle

von Kunst und Gesellschaft. Bei einer Führung wird nicht nur zugehört sondern auch laut hinterfragt.

In einem Workshop dreht sich alles ums Platz haben. Dabei befassen wir uns spielerisch mit

großen Fragen: Wie nehme ich mein Umfeld wahr? Welchen Raum möchte ich nutzen und wie gelingt

mir das? Mit unterschiedlichsten Materialien werden wir dabei den bestehenden Raum umgestalten

und somit selbst neue Raumkonstellationen erzeugen. Durch das kreative Schaffen soll einerseits das

Gefühl der Selbstwirksamkeit des eigenen Tuns und andererseits zum reflexiven Hinterfragen von bestehenden (Zwischen-)Räumen angeregt werden.

KINO

 
1BARACOA_Briones_∏C-Side_14_Leonel Aguil


 

 

BARACAO

Schweiz, Vereinigte Staaten, Spanien · 2019 · DCP · Color · 90‘ · OmU Spanisch
 

Pablo Briones &

The Moving Picture Boys

_In ihrem kleinen kubanischen Dorf sind der 9-jährige Leonel und der 13-jährige Antuán dabei, ihre Sommerferien ganz auf sich allein gestellt zu verbringen. Mit einem beträchtlichen Altersunterschied bewegt sich ihre Freundschaft zwischen Spielen und Kämpfen, Gesprächen über den Alltag, existentialistischen Fragestellungen, einfachen Freuden und Langeweile. Da sein älterer Freund vom geschäftigen Leben der Stadt angezogen wird, ist Leonel gezwungen, sein eigenes Leben und Platz in der Welt zu erkunden. Zum selben Zeitpunkt als die kubanische Gesellschaft an einen Wendepunkt gerät, steht auch die unzertrennliche Freundschaft der beiden Jungen an einem Scheideweg.
BARACOA vertieft sich über einen ganzen Sommer in die Welt von Leonel und Antuán. Der Film bezieht sein Material aus dieser Sommerperiode und fördert immer wieder neue Erfahrungen und Transformationen. Auf bittersüße Weise testet BARACOA die Freundschaft zwischen den beiden Jungen und konfrontiert ihre Träume und Wünsche mit einer breiteren Realität innerhalb der  kubanischen Gesellschaft im Übergang.

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